Regenzeit, Taxifahren und mit dem Zug nach Ayutthaya

Da wollte ich gerade los zum Bahnhof, um nach Ayutthaya zu fahren, da fing es an zu schütten. Aber im wahrsten Sinne des Wortes! 

Kein Regen, sondern Wassermassen. Innerhalb weniger Sekunden ist man nass, als wäre man in einen Pool gesprungen. Das Wasser sammelt sich auf den Straßen in riesen Pfützen und statt wie geplant mit BTS und MRT (öffentliche Verkehrsmittel) zum Bahnhof zu fahren, beschloss ich ein Taxi zu nehmen. Nur blöd, dass ich über eine halbe Stunde hätte warten müssen, bis das gerufene Taxi vor der Tür meiner Unterkunft gewesen wäre. Um draußen eines zu suchen, lief ich also in FlipFlops raus – Gepäck noch im Hostel – durch diese riesen Pfützen. Und wer das schonmal probiert hat weiß: nicht gut..

Ergebnis des Ganzen: alle vorbeifahrenden Taxen waren bereits besetzt und ich kam also nicht los.. Meinen Zug hatte ich auch längst verpasst.

So saß ich dann wieder im Café des Hostels und wartete. Und hatte Glück! Ein neu ankommender Hostel-Gast kam per Taxi und so konnte ich direkt einsteigen und mich zum Bahnhof fahren lassen.

Und wieder typisch Thailand…

Kaum eingestiegen und das Ziel genannt verlangt der Fahrer 250 Baht (= ca. 6,20€)! Also mehr als das 3-fache des eigentlichen Preises. Den wusste ich zufällig, weil ich mit dem Empfangsmädchen über die verschiedenen Möglichkeiten gesprochen habe, zum Bahnhof zu gelangen. Sie sagte 60-80 Baht je nach Verkehrsaufkommen. Ich beharrte also auf max. 80 Baht (= ca. 2€) oder Taximeter. Es hat 5 Minuten und viele Gegenpreisvorschläge gedauert bis der Taxifahrer mürrisch 80 Baht akzeptiert hat. Den Taximeter wollte er zum verrecken nicht anschalten.

Im Bahnhof kaufte ich mir dann für 20 Baht (= ca. 50 Cent) das Zugticket nach Ayutthaya. Das erste Mal, dass ich in Thailand per Zug reise; bisher nur per Flugzeug oder Touri-Bus.

So sitze ich jetzt im Zug nach Ayutthaya, der sich Rapide nennt, aber nur so daher tuckert. Anderthalb Stunden soll die Fahrt dauern. Aber der Schaffner hat schon bei der Ticketkontrolle gesagt, es werden wohl 2 Stunden. Ich bin die einzige Touristin – zumindest in diesem Abteil des Zuges. Die Sitzbänke sind wirklich schmal für die vorgesehenen 2 oder 3 Personen. Das Rauchverbot wird trotz Schilder zahlreich ignoriert. Immer wieder laufen Verkäufer/innen durch die Reihen und bieten ganze Reisgerichte, Getränke – darunter knatsch-grüne und knallig pinke Flüssigkeiten in Trinkbechern -, geschnittene Mangos und Knabbereien an. Wir haben an die 30 Grad. Es gibt keine Klimaanlage, nur weit aufgerissene Fenster und den warmen Fahrtwind. Je weiter wir uns von Bangkok entfernen, desto größer werden die Abstände der Haltestellen und desto grüner wird die tropische Landschaft.

Zum Thema Gepäck…

Übrigens ärgere ich mich bereits jetzt über die Menge Gepäck, die ich mitgenommen habe. 17,7 kg hat die Waage am Flughafen angezeigt – eigentlich nicht viel für ein Jahr reisen, aber trotzdem zu schwer und zu nervig! Und mein Gepäckstück hat Rollen! Die richtige Lösung außer wegschmeißen oder verschenken habe ich aber noch nicht gefunden. Wahrscheinlich wird es eine Mischung aus beidem werden…

2 Gedanken zu “Regenzeit, Taxifahren und mit dem Zug nach Ayutthaya

  1. Stefan Schulte-Derne schreibt:

    Es ist schön, dass Du uns an den Erlebnissen deiner Reise hier teilhaben lässt. Jeden Tag kann man dem Büroalltag ein paar Minuten entfliehen. Ich bin gespannt wie es weiter geht.

    Stefan Schulte-Derne

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