Mawlamyine und Hpa-An

Nachdem wir die üble Nacht in Mawlamyine dann doch wenigstens noch ein paar Stunden schlafen konnten, haben wir den nächsten Tag langsam angehen lassen. Mittags sind wir zu Fuß los, Mawlamyine erkunden. Dafür, dass es die drittgrößte Stadt Myanmars sein soll, ist es relativ klein und verschlafen.

Mawlamyine 

Wir kamen an einer christlichen Kirche samt Friedhof vorbei und mussten dann wegen des Regens eine kurze Pause einlegen, in der uns burmesische Mechaniker netterweise unter ihrem Vordach der Werkstatt Unterschlupf und 3 Stühle angeboten haben. Danach erklommen wir den Hügel auf dem die Kyaik Tan Lan Pagode steht und genossen die Aussicht. Anschließend – total verschwitzt aufgrund der 35 Grad – kehrten wir zum Mittagessen im „Help Grandfather and mother Restaurant“ ein. Ein relativ altes und olles Restaurant mit Blick auf den Fluss. Die Tische waren abgewetzt, Spinnenweben spannten sich zwischen den Stuhl- und Tischbeinen und überall lagen schlafende Katzen. Eigentlich ein Ort, an dem ich früher wahrscheinlich niemals etwas gegessen und mich sehr geekelt hätte. Aber gut, dass ich 10 Tage Vipassana hinter mir habe und gelernt habe, Dinge etwas gleichmütiger zu betrachten. Und so bestellte ich einen Tomatensalat und Limettensaft und mir ging’s trotzdem gut hinterher. :)


  
Abends aßen wir wie am Abend zuvor wieder beim Streetfood Market und ich bestellte Fried Rice mit Gemüse.

Am nächsten Morgen machten wir uns früh um 7.30 Uhr auf den Weg, denn wir wollten um 8 Uhr den Bus nach Hpa-An bekommen, damit wir unser Programm nach Möglichkeit in einem Tag zu erledigen und abends weiter Kyaitiyo zu fahren, denn von dort aus kommt man leicht zum Golden Rock.

Busfahrten sind hier meist etwas holprig wegen der Straßen, aber im Grunde bisher immer ein gutes und günstiges Verkehrsmittel gewesen. Das einzig nervige ist, das in Myanmar scheinbar jeder die Hupe benutzt um sich anzukündigen. So auch der Busfahrer, der andauernd vor uns fahrende Roller, Autos, Lastwagen anhupte, damit diese möglichst weit nach rechts ausweichen um Platz zum Überholen zu machen.

Hpa-An

Wir kamen um 10 Uhr in Hpa-An an und fanden auch gleich einen Taxifahrer, der uns für den Tag zu unseren 3 Stationen fahren würde, sodass wir unser Gepäck beruhigt im Auto lassen konnten. Die Tagesmiete des Taxi betrug gerade mal 20.000 Kyat also keine 15€, was bei drei Personen super super günstig ist!

Kyauk Kalap 

Unsere erste Station war ein buddhistisches Kloster mit dem Namen Kyauk Kalap. Ein wunderschöner, kurioser Felsen.

Die Anzahl der Touristen in Myanmar ist wirklich gering und Einheimische sind super freundlich und neugierig und so kam es, dass wir drei sehr häufig mit auf den Fotos der Einheimischen posieren sollten :D und einmal angefangen, kann es dauern bis dann alle ihr Foto haben. Auf der Brücke zur dem Felsen hat mich eine ganze Schulklasse aufgehalten! :D (Foto folgt noch!)


 

Lumbini Buddha Garden & Mittagessen im Kloster 

Unsere zweite Station war der Buddha Garten – tausende Buddha Figuren am Fuße eines Berges. Und wie wir so mittags daherliefen und fotografierten, wurden wir von Einheimischen quasi eingesammelt und zum Essen eingeladen. In einer großen Halle mit vielen Runden Tischen saßen eine Menge Leute auf dem Boden, die Tische proppenvoll mit vielen kleinen Schüsselchen und sobald eines leer war, wurde ein neues gebracht! Wir sollten an einem der Tische Platz nehmen, bekamen einen Teller Reis und eine Flasche Wasser und durften dann alles probieren was auf dem Tisch stand – verschiedene Gemüse, Suppe, Wassermelone, puddingartiger Nachtisch und jeder von uns bekam noch eine Kugel Eis serviert. Wie ich später auf Nachfrage erfuhr, war auch dies ein Mönchskloster und das Essen rein vegetarisch, da Mönche auch die Vipassana Regel 1 – Nicht töten – befolgen. Es war super lecker und viel zu viel Essen, aber eine sehr, sehr schöne Erfahrung!


   

Saddar Cave

Unser dritter und letzter Stopp war Saddar Cave, die größte und bekannteste Höhle in Hpa-An. In ihr befindet sich ein großer, liegender Buddha, weshalb auch dieser Ort heilig ist und deshalb nur barfuß, mit bedeckten Schultern und Frauen ihn nicht in Shorts betreten dürfen. Also liefen wir barfuß einmal durch die teilweise glitschige, von Fledermäusen bewohnte Höhle durch und nahmen auf der anderen Seite ein Boot zurück zum Eingang, wo unser Taxi wartete.


  
Es war ein spannender, anstrengender Tag in Hpa-An. Aber erfolgreich, denn unser Plan – alles in einem Tag ohne Übernachtung zu sehen – ging auf und wir bekamen den 17 Uhr Bus nach Kyaitiyo, der zwar fast eine Stunde verspätet losfuhr, aber so würden wir immer noch gegen 21 Uhr dort ankommen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.