Rückfahrt nach Yangon & das erste Mal krank 

Mittags um 12 Uhr verließen wir Kinpun Sakhan Richtung Yangon. Die Fahrt wurde von dem üblichen Gehupe begleitet und verlief an sich ganz gut. Bei dem zweiten Stopp an einer Raststätte, wo alle anderen zu Mittag aßen, hatte ich keinen Hunger, obwohl ich außer dem Frühstück und ein paar Chips meiner Mitreisenden nichts gegessen hatte. Ich fühlte mich nicht gut, aber auch nicht richtig schlecht. 

Schlecht fühlte ich mich erst gegen 17 Uhr, als wir in Yangon ankamen. Da der Belgier noch seine Freundin suchte, mit der er um 18 Uhr einen Nachtbus nach Bagan nehmen wollte, halfen wir ihm, konnten sie aber nicht finden.
Der Kanadier und ich wollten erst am nächsten Tag weiter, weil alles andere nur anstrengend und sogar Horror geworden wäre, wie sich später herausstellte!

Wir machten uns also auf die Suche nach einem Hostel (online) und nach einem Taxi und fanden nach einiger Sucherei und vor allem Diskutiererei einen Fahrer mit einem akzeptablen Preis. Die meisten haben nämlich gelernt, dass Touristen auch doppelt soviel zahlen können..

Wir machten uns also mitten in der Rush Hour auf ins nördliche Zentrum – bedeutete mind. 1,5 bis 2 Std Fahrt bzw. Stop-and-Go für 18 km. Mir ging’s echt nicht gut, die Zeit schlich nur so daher und wir kamen kaum vorwärts..

Irgendwann war mir so schlecht, dass ich aussteigen wollte, was dank stockendem Verkehrs garkein Problem war. Ich stand bestimmt 15 Minuten herum, nicht wissend, ob ich mich jetzt übergeben muss oder nicht. Ich kaufte in der nächsten Tankstelle Wasser und Cola und leidete erstmal weiter.

20 Minuten später, immer noch im stockenden Verkehr steckend, war klar: ich muss SOFORT aussteigen! Da wir zum Glück auf der rechten Spur einer großen Straße standen, war der Straßenrand nicht fern, aber ich saß leider links im Auto und war drauf und dran die Tür aufzureißen, aber vorbeifahrende Autos machten es unmöglich auszusteigen. Ich drängte also den Kanadier auf der rechten Seite raus und übergab mich in 3 Stößen unter schallendem Gelächter eines Mitarbeiters vom Bus hinterm Taxi, der das Ganze in der Bustür stehend beobachtete.

Danach ging es mir gleich viel besser! Die weitere Fahrt war kein Problem mehr.

Ich will nicht sagen, dass ich danach wieder gesund war – auf keinen Fall! Mein Körper hat den Abend noch alles ausgespült, was ich in mir hatte, aber am nächsten Morgen konnte ich wieder normal frühstücken und habe das des Kanadiers (den es erst nachts erwischt hat) gleich mitgegessen :D

Ich hatte also das erste Mal seit Reiseantritt die typische Asien-Krankheit. Diesmal fiel sie für mich total harmlos aus – vielleicht nur weil mein Körper das schon vom Februar her kannte, wo ich 4 Wochen mit einer Freundin in Thailand unterwegs war und einen Abend lang nur gekotzt habe und richtig krank war! Den Kanadier und den Belgier auch, wie sich später herausstellte, hat es deutlich schlimmer getroffen.

So konnten wir unsere Reise natürlich beide nicht am nächsten Tag fortsetzen, sondern verbrachten 2 Nächte in Yangon und nahmen dann einen Nachtbus nach Kalaw. Denn von Kalaw aus wollten wir 3 Tage bis zum Inle Lake wandern.

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