Der Moment, wenn man wochenlang zusammen gereist ist und dann alleine am Ort zurück bleibt…

Gestern war der Tag, an dem der Urlaub meiner Schwester endete und sie zum Flughafen und dann zurück nach Deutschland fliegen muss. Das war jetzt meine zweite längere Reisegemeinschaft und irgendwie war es bei beiden der Fall, dass ich diejenige war, die später abreist. 

In Yangon waren es nur ein halber Tag zwischen Abreise meines Reisegefährten und meinem Flug nach Kuala Lumpur. Diesmal bei meiner Schwester habe ich noch 5 weitere Tage und die werde ich zumindest erstmal auch auf Lombok, Indonesien verbringen, bevor ich dann für meinen nächsten Flug zurück nach Bali muss.

Es ist ein komisches Gefühl „zurück gelassen“ zu werden. Plötzlich ist man alleine, muss wieder alles selbst entscheiden, alleine essen gehen, hat das ganze Zimmer für sich und da ist diese Leere. Was macht man bloß mit seiner Zeit?!

Man denkt, der Abend und die nächsten Tage können nicht wirklich was werden.

Und dann…

Man erwartet garnichts und plötzlich von jetzt auf gleich ändert sich alles. Man wird aus dem Loch gerissen. Meistens von anderen Reisenden oder Einheimischen. Bei mir war es heute beides – zunächst der Einheimische, der mich auf der Straße ansprach, um mir eine seiner Touren zu verkaufen. Widerwillig beschloss ich mich dann doch mal zu erkundigen, wie ich am günstigsten von Lombok nach Bali komme. Und wie wir uns so unterhielten trafen 4 Schweizer ein – 3 Jungs, 1 Mädel. Ich hatte meine Infos und war drauf und dran zu gehen. Doch dann wurde ich kurzer Hand eingeladen mit der Gruppe den Sonnenuntergang anzusehen. Der Einheimische wollte sie zu einem bestimmten Spot bringen. Natürlich sagte ich nicht nein. Denn zum Supermarkt konnte ich ja auch noch wann anders..

Auf Rollern ging es also zu dem Spot an den Strand, von dem man auf einen Hügel gelangt mit wunderbarer Aussicht auf verschiedene Buchten und Strände. Es war wirklich ein wunderschöner Ort, aber leider hatte ich meine Kamera ja nicht dabei und konnte so nur ein paar iPhone Bilder machen.

   

  
 
   
    
 
Genau diese kleinen Momente sind es, die das Reisen manchmal so besonders machen. Die fünf hatten wahrscheinlich keine Ahnung, welchen Gefallen sie mir damit gemacht haben und wie gut die Ablenkung tut.

Wie man sich anfangs daran gewöhnen muss, nicht mehr allein zu reisen ist dann das Gegenteil der Fall. Aber der Mensch gewöhnt sich ja an vieles und beide Reisearten haben so ihre Vor- und Nachteile. :)

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