Moc Bai Bavet boarder crossing: per Bus von Ho Chi Minh City nach Kambodscha 

Kurz vor Mitternacht wurde ich zusammen mit einem Dänen, dessen Ziel Siem Reap ist, am Hostel abgeholt und zu dem Busunternehmen gebracht. Man drückte uns die Papiere für Kambodscha in die Hand, die wir sofort mit unseren persönlichen Daten ausfüllten (ein Foto brauchten wir doch nicht) und zusammen mit unserem Reisepass an einen Mitarbeiter des Unternehmens händigten. Gleichzeitig verlangt er die 35 USD, die das Visum für Kambodscha kosten sollte. 

Der Junge Däne Anfang 20 fand es garnicht gut seinen Pass abzugeben und meinte, das die 35 $ zu viel wären. Da ihm aber quasi gedroht wurde andernfalls nicht den Bus betreten zu dürfen und alle anderen bereits bezahlt und den Pass abgegeben hatte, willigte er am Ende doch ein.

Im Sleeper Bus zur Grenze

Um Mitternacht ging es also los im Sleeper Bus von Ho Chi Minh City nach Kambodscha. Der Bus brachte uns zur Grenze, bei der wir irgendwann zwischen 2 und 3 Uhr morgens ankamen. Ich hab geschlafen und bin erst gegen 3 Uhr aufgewacht als der Bus schon auf einem Parkplatz stand, wo wir bis zur Grenzöffnung am Morgen warten mussten. Soweit so gut, aber mit Abschaltung des Buses gab es keine Klimaanlage und auch sonst keine Lüftung. Es wurde also wärmer und wärmer. Immerhin konnte ich schlafen, wenn auch unruhig und mit Unterbrechungen.

Der Grenzübergang

Google hatte zum Glück Unrecht mit den Öffnungszeiten der Grenze! Um kurz vor 6.30 Uhr morgens weckte man uns und wir verließen den Bus und marschierten zu Fuß erst durch die vietnamesische Passkontrolle, wo wir den Ausreisestempel erhielten und dann durch die kambodschanische, wo wir unser Visum eingeklebt bekamen. Das alles wurde von dem Mitarbeiter des Busunternehmens abgewickelt, der unsere Pässe bei sich behielt und alles erledigte, während wir einfach nur mitliefen.

Ein bisschen Theater

Zwei Argentinierinnen hatten es irgendwie geschafft, ihre Pässe nicht abzugeben und auch die 35 $ nicht zu zahlen. Als der Mitarbeiter dies dann forderte, weigerten sie sich, weil sie gehört hatten es koste nur 25 $ und wollten alles selber erledigen. Es gab Theater. Der Mitarbeiter fand das garnicht gut, aber nach langem hin und her – auch mit dem vietnamesischen Grenzbeamten – erhielten sie ihre Ausreisestempel und konnten auf kambodschanischer Seite – wieder mit etwas hin und her und Palaver – dann die 30 $ Visumsgebühr zahlen.  Also viel Theater und Stress für am Ende 5 $ Ersparnis!

Nach anderthalb Stunden waren wir fertig und der Bus sammelte uns auf kambodschanischer Seite ein. Mit einem kurzen Zwischenstopp und ohne Klimaanlage ging es nach Phnom Penh, wo wir gegen 12 Uhr eintrafen. Normalerweise sind alle Busse immer gut runtergekühlt, dass ich immer Joghinghosen an und meine Sweatjacke dabei habe. Die Jogginghose hab ich diesmal natürlich bereut bei 30 Grad! Aber meine Sweatjacke hat gute Dienste als Kopfkissen geleistet.

Phnom Penh

In Phnom Penh mussten alle aussteigen und den Bus wechseln. Meiner nach Sihanoukville fuhr erst um 13 Uhr, sodass ich Zeit zum frühstücken hatte. Ich setze mich in das Restaurant nebenan, wechselte von Jogginghose zu Kleid und bestellte ein Omelette und Kaffee und wartete gemütlich auf meinen Bus. 5 Minuten vor Abfahrt kehrte ich zum Busunternehmen zurück und stellte fest, dass ich meinen Pulli im Bus vergessen hatte! Ich vergesse normalerweise nie etwas! Und dieser Pulli ist schon weit mit mir gereist – durch Costa Rica, Miami, Kanada und die letzten 4 Monate Asien – und soll es auch weiterhin!

Per Motorrad-Taxi zum Pulli suchen

Der Bus war natürlich längst weg. Ich erkundigte mich bei einer der Mitarbeiterinnen. Er parkte irgendwo eine 10-Minuten-Fahrt entfernt. Und erstaunlicher Weise hatte ich sogar Zeit dorthin zu fahren. Denn um 13 Uhr sollte uns ein Bus zu einer anderen Bushaltestelle bringen, wo der Bus nach Sihanoukville erst um 1.45 Uhr abfahren sollte. Für 5 $ – fast mein letztes Geld, da ich nur 50 $ in Ho Chi Minh gewechselt hatte – fuhr mich ein Motorrad-Taxi samt meinem Gepäck zu dem Bus, der mich nach Phnom Penh gebracht hatte.

Der Busfahrer hatte den Bus schon aufgeräumt, die Decken eingesammelt und mein Sitzplatz war leer. Kein Pulli zu sehen. Erst auf Nachfragen holte der Busfahrer meine Sweatjacke aus seinem versteckten Schlafplatz hervor! So hatten sich die 5 $ Fahrtkosten und die buckelige Fahrt über staubige, sandige Straßen durch das asiatische Verkehrsgedrängel wenigstens gelohnt und ich erspare mir das Suchen und Finden eines neuen Pullis :)

Auf nach Sihanoukville

Das Motorrad-Taxi brachte mich zurück, wo der Bus – ein Mini Van – zur nächsten Bushaltestelle netterweise auf mich wartete. Es ging direkt weiter zu der zweiten Bushaltestelle, wo wir auf zusteigende Leute warteten und sind jetzt um kurz nach 14 Uhr endlich auf dem Weg nach Sihounkville. Keine Ahnung, wie lange es dauert, aber die 15 angekündigten Stunden sind fast voll und Sihanoukville ist definitiv weiter als eine Stunde entfernt!

Nach 19 Stunden Reisezeit bin ich endlich im Hostel angekommen. In meinem Bus saßen 3 irische Mädels, die ein Hostel vorab gebucht hatten. Denen hab ich mich angeschlossen und hatte Glück, dass noch ein Bett frei war!

4 Gedanken zu “Moc Bai Bavet boarder crossing: per Bus von Ho Chi Minh City nach Kambodscha 

    • kompasskind schreibt:

      Hallo Katinka,
      mein Hostel hatte für mich bei Kampuchea Angkor Express Tour & Travel gebucht. Der Bus war schon einige Jahre alt und die Schlafplätze gerade so passend für meine 172cm und Schulterbreite, aber es ist ja meist alles kleiner und enger in Asien. Ich würde das Unternehmen nicht unbedingt empfehlen, vor allem wegen der nicht vorhandenen Klimaanlage und den zusätzlich zu zahlenden 5$ für das Visum.
      Liebe Grüße
      Lily

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