Annapurna Circuit Tag 1: Besisahar nach Tal


Gestern früh nahmen wir einen lokalen Mini Van von Kathmandu nach Besisahar (7 Stunden Fahrt), wo wir uns die TIMS  holen mussten. TIMS steht für Trekkers‘ Information Management System und dient zur Registrierung aller Wanderer. 

Erste Schwierigkeiten 

Statt wie geplant am selben Tag noch einen Jeep nach Syange zu nehmen, mussten wir unerwartet in Besisahar übernachten, weil kein Jeep mehr fuhr. Die fahren nämlich nur, wenn genügend Personen zusammen kommen.

Wir suchten uns ein hübsches Hotel und versuchten also heute Morgen unser Glück. Statt nach Syange zu fahren, beschlossen wir noch ein Stück weiter bis nach Chyamche zu fahren, da wir andernfalls einen Tag Verspätung in unserem Trekkingverlauf gehabt hätten und ich muss ja pünktlich in Kathmandu sein.

Im Jeep von Besisahar nach Chyamche

Der erste Jeep war mit einer nepalesischen Familie besetzt und 2 älteren, französischen Herren, die ihre Rückbank nicht mit 2 Mädels teilen wollten, deshalb aßen wir erstmal Frühstück und fanden anschließend direkt einen Jeep. Mit 14 Leuten in dem Jeep führen wir los.


Über huckelige „Straßen“ – Asphalt gibt’s hier nicht mehr – ging’s Berg auf und Berg ab entlang der Trekkingstrecke bis nach Chyamche. Wir passierten jede Menge Kühe, Ziegen, Hühner, Gasthäuser und vor allem die Berge, den Fluss mit einigen Wasserfällen und einfach schönen Landschaften.

Panne auf halber Strecke 

Auf halber Strecke versagte der Motor. Eigentlich kein Wunder bei dem alten Jeep, aber mit etwas hin und her konnten die zwei Fahrer das Problem beheben und den Weg auch wieder für alle anderen frei machen. Statt der ursprünglichen 3 bis 4 Stunden haben wir am Ende 5,5 Stunden gebraucht.

Teepause und dann ging’s los

Nach einer langen, anstrengenden, wackeligen Fahrt erreichten wir Chyamche und ruhten uns kurz mit Tee und Keksen aus. Da es bereits auf 16 Uhr zuging mussten wir dringend loslaufen, um noch vor Dunkelheit im nächsten Ort „Tal“ anzukommen.

Es gab zwei Wege zur Auswahl: die Straße oder den Pfad. Wir wählten letzteres und wanderten auf einem schmalen Pfad entlang des Flusses und überquerten eine Hängebrücke, an dessen Ende scheinbar herrenlose Ziegen warteten bis wir sie überquert hatten, um sie dann selbst zu überqueren. Es ging Berg auf und Berg ab mit fantastischem Blick auf die umliegenden Berge und den im Tal fließenden, klaren Fluss und vorbei an einem Marihuana Feld.

Es waren nur knapp 4km, die wir in 2,5 Stunden zurücklegten, also ein guter Einstieg in die kommenden zwei Wochen.

  
Das hübsche Tal

In Tal angekommen – gerade noch rechtzeitig bevor es dunkel wurde – suchten wir uns ein hübsches Gasthaus. Hübsch ist natürlich relativ, da es recht simpel ist. Scheinbar ist es auf dem Trek so üblich, dass man nichts für Übernachtungen zahlt, wenn man Abendessen und Frühstück im Gasthaus einnimmt. Die Menüpreise sind aber dementsprechend etwas überteuert, zwar immer noch sehr günstig für europäische Verhältnisse, aber bei dem Transportweg vielleicht auch gerechtfertigt.

Nach einem eher mittelmäßigem Abendessen heißt es nun ausruhen für die morgige Etappe.

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