Annapurna Circuit Tag 3: Danakyu nach Chame

Hätte ich gestern oder schon vorher in Kathmandu gewusst, was mich heute erwartet, dann hätte ich diese Trekking Tour vielleicht garnicht erst gestartet. Gestern war ja schon schwierig für mich, aber heute – Tag 180 meiner Reise übrigens! – kam es noch extremer!  


Um 7 Uhr morgens verließen wir Danakyu und schon wenige Meter später hatten wir die Wahl zwischen der „einfachen“ Straße und dem Pfad. Da alle Wanderer, die in der Nähe waren den Pfad nahmen und der für gewöhnlich schöner ist weil er schmaler und mitten durch Wälder und Natur führt, schlugen auch wir diesen Weg ein. Es ging Treppenstufen und Pfad recht steil bergauf. Bergauf ist garnicht meins und steil noch weniger. Meine Kondition ist Katastrophe und mein 45 Liter Rucksack (konnte ihn leider nicht wiegen, aber 3 Kilo wiegt allein das Wasser und 2 Kilo meine Kameras plus Ladekabel etc.) macht die Sache nicht besser. Ich schlich quasi den Berg hoch mit zig kleinen Pausen zum Luftholen. Aber der Berg wollte und wollte nicht enden! Bei jeder Kurve hoffte ich, dass es wieder ebenerdig oder bergab gehen würde – aber nein. Es waren knapp drei Stunden quasi nur bergauf! Eine reinste Qual und ich bekam Abbruch- und Umkehrgedanken. Aber das ist glaube ich normal, wenn man an seine Grenzen geht. Einfach ist schließlich immer bequemer, aber die anderen machten ja auch weiter also musste es ja machbar sein.

Gefühlt kam ich nicht vorwärts und die Strecke nach Chame wurde nicht kürzer. Ich schwitzte unendlich, meine Füße und die zahlreichen Blasen schmerzten, aber wenigstens hatte ich nicht mehr diese Lungenschmerzen vor Anstrengung. Ich lief und pausierte, lief und pausierte, gönnte mir Müsliriegel und ein Snickers und irgendwann gegen 11 Uhr wurde die Strecke angenehmer. Es ging wieder ebenerdig und teilweise bergab weiter.

Andere Wanderer

Wir trafen heute recht viele Wanderer. Die meisten sind irgendwo im Alter von 20 bis Ende 30. Aber auch ältere haben wir gesehen. Die am meisten vertretene Nation ist wahrscheinlich Israel. Sie wandern meist in Gruppen mit Porter.

Die gute Nachricht ist übrigens, dass es gar kein Problem ist ohne Guide zu wandern! Im Gegenteil! Die meisten machen es tatsächlich so und haben wenn, dann nur Porter dabei.

Landschaft, Vegetation, Klima 

Landschaftlich war es wunderschön! Man kann wirklich jeden Tag sehen, wie sich das Klima und die Vegetation verändert. Mittlerweile herrschen Nadelbäume vor und während wir bei ca. 30 Grad in Besisahar gestartet sind, waren es in Danakyu schon nur noch knapp über 20 Grad tagsüber. Mit jedem Tag wird es in etwa 5 Grad kälter. Und in Chame sind es tagsüber nur noch 15 Grad, nachts unter 10 Grad.


Chame

Chame ist eines der größten Dörfer bisher. Es gibt sogar einige Shops, die Kleidung, bzw. hauptsächlich Trekkingsachen und Zubehör anbieten. Weil wir schon um 7 Uhr los sind, waren wir bereits gegen 14.30 Uhr in Chame – trotz mehrfacher kleiner Stopps und einer Teepause in Koto Qupar.

Total erschöpft, verschwitzt und hungrig kamen meine spanische Freundin und ich an und jedes Mal heißt es: erstmal einen Schlafplatz finden. Nachdem wir ein Gasthaus am anderen Ende von Chame gefunden haben, dass wie alle anderen keine Übernachtungskosten fordert, wenn man Abendessen und Frühstück hier bestellt, musste ich dringend was Essen. Durch die Snacks unterwegs hatten wir keine Mittagspause gemacht.

Den Rest des Tages ruhe ich mich aus. Mein Körper ist einfach nicht in der Lage noch mehr herumzulaufen und die Dörfer oder die Umgebung anzusehen. Meine Muskeln waren bisher erstaunlich gut dabei. Aber jetzt abends fange ich langsam an sie zu spüren. Muskelkater kommt bestimmt die nächsten Tage.

Mein Internet ist meist übrigens sehr langsam, weshalb Fotos hochladen leider ewig dauert! Daher werde ich die meisten leider nachträglich einfügen müssen.

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