Mein neues Zuhause in Sydney

Mittlerweile sind es ganze 5 Wochen, die ich jetzt in Sydney bin. 4 Wochen arbeite ich bereits, zwar nur 25 Stunden die Woche, aber immerhin :) und ein „Zuhause“ habe ich auch gefunden!

Wohnungsbesichtigungen

Nach etlichen Wohnungsbesichtigungen im Central Business District (CBD) und Pyrmont, die alle eher erschreckend waren, habe ich letztendlich eine hübsche Wohnung – ein shared apartment – gefunden. Man mag es kaum glauben, aber viele Wohnungen hier im Zentrum sind extrem überbelegt! Studenten, Backpacker und sonstige junge Leute leben teilweise zu zwölft (!) in einer 2 Zimmer Wohnung! Bedeutet jeweils 4 Betten (2 Etagenbetten) pro Zimmer und dann nochmal 2 Etagenbetten im Wohnzimmer. Und das habe ich mehrfach gesehen. Oder 8 Leute in einer 1 Zimmer Wohnung. Mit einem Bad oder evtl. 2 Bädern, wenn man Glück hat. Dementsprechend sehen die Wohnungen eben auch aus: massenweise Schuhe im Wohnungseingang, jede Ecke ist mit Regalen oder einfach nur Koffern und Krams zugestellt. Es ist (meist) dreckig, nicht wirklich wohnlich und abgenutzt/ungepflegt. Im günstigsten Fall zahlt man 120 AUD (= ca. 80 Euro) die Woche, erhält aber keinen eigenen Schlüssel. Oder 135 bis 200 AUD (90 bis 135 Euro) mit Schlüssel. Viele Wohnungen die ich besichtigt habe, hatten einen Pool im Haus und einen kleinen Fitnessraum. Das wäre natürlich mein Traum gewesen, aber die erste super schöne Wohnung, die ich gefunden und direkt genommen habe, hat das leider nicht.

Mein neues Zuhause

Dafür ist mein neues Zuhause aber in zentraler Lage, nur wenige Minuten von Central Station entfernt, im Stadtviertel Surry Hills. Das Haus ist relativ alt, aber die Wohnung vor kurzem renoviert und komplett neu eingerichtet worden und sauber. Das Bad ist super stylish mit einer ebenerdigen, grossen Dusche und in sandfarben/grau und weiss gehalten. Die Küche ist klein, aber offen und hochglanz-weiss. Das Wohnzimmer besteht hauptsächlich aus einem hochglanz-weissen Esstisch und einer kleinen Sitzecke. Es gibt 2 Zimmer, ein großes und ein kleines. Das winzige gehört der Hauptmieterin. Das andere teile ich mit 2 Mädels. Es gibt zum Glück keine Etagenbetten und jede von uns hat 1,2 Meter Kleiderschrank und nochmal einen großen Schrank im Badezimmer. So viel Platz kann ich garnicht füllen!

IMG_2920

Meine Mitbewohnerinnen

Hauptmieterin der Wohnung ist eine Koreanerin, die bereits seit 11 Jahren in Sydney lebt. Sie arbeitet in der Küche eines Sushi-Restaurants und kann hervorragend kochen :) Die anderen beiden Mädels kommen aus Kolumbien und Japan, sind Anfang 20, zum Englisch lernen hier und arbeiten nebenbei. Wir sind eine super angenehme Wohngemeinschaft und alle die meiste Zeit des Tages außer Haus.

Mein Job im Cafe

Jobmäßig hat sich nichts getan. Ich arbeite immer noch ca. 25 Stunden die Woche im selben Cafe im Stadtzentrum. Ich gebe zu, ich war bisher zu bequem mir einen zweiten Job zu suchen. Ich habe zwar ein paar Online-Bewerbungen geschrieben, aber das war’s auch. Ich genieße die freie Zeit bzw. habe sie die erste Zeit damit verbracht nach einer Wohnung/Unterkunft zu suchen, letzte Woche dann mit Shoppen und demnächst mit der Jobsuche. Das was ich verdiene reicht also gerade so für Unterkunft und Lebensunterhalt.

Shoppen

Nach Monaten bei 30+ Grad und einem Koffer voller Sommerklamotten, war ich von meinem zweiten in Australien verdienten Gehalt shoppen! Ich hatte zwar nicht wirklich viel Spass dabei, weil ich im Hinterkopf mein Gepäck habe, dass mittlerweile (seit Nepal) 1,5 Gepäckstücke umfasst und nervig gross ist. Aber am Ende habe ich mir doch eine schwarze Jeans, Leggings, Socken und das erste richtige Paar Schuhe gegönnt! Ja, richtige Lederschuhe mit Absatz. Nachdem ich 5 Wochen lang nur meine Nike’s (meine einzigen Schuhe neben Flipflops und Sandalen) getragen habe, musste etwas anständiges, mehr für’s Stadtleben geeignetes her. Für Flipflops und Sandalen ist es nämlich zu kalt!

Es tut so gut, ein bisschen mehr Alltag und Stadtleben zu haben! Ich vermisse meinen deutschen Kleiderschrank, Handtaschen, Accessoires,… Wieder richtige Schuhe tragen, eine Handtasche haben (die habe ich übrigens von einer Freundin bekommen) ist super.. Dinge die ich in Asien nicht brauchte und nicht vermisst habe.. Ich hatte zwar eigentlich nicht vor, den Winter in Australien zu erleben, aber irgendwie kam es am Ende doch so und im Grunde ist der Winter hier wie die Durchschnittstemperaturen in Deutschland mit dem Vorteil, dass es meistens sonnig ist.

Es ist nicht immer einfach. Und ich hatte tatsächlich Tage, an denen ich meinen gemütlichen deutschen Office-Job vermisst habe. Kellnern ist doch körperlich anstrengend und meine Füße, die 7 Stunden am Tag laufen nicht mehr gewöhnt. Meine Beine und Füße tun abends und morgens weh – ok mittlerweile ist es deutlich besser aber trotzdem… Ich weiss nicht, ob ich einen Vollzeit-Job Kellnern überleben würde. Aber ich schätze das werde ich noch herausfinden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.