4 Tage Road Trip – Teil 2: Great Ocean Road

Die Highlights der Great Ocean Road, Fotos und Wissenswertes findet Ihr in diesem Beitrag.

Nach anderthalb Tagen in den Grampians fuhren wir also Richtung Küste. Die Strecke ist wieder mal super angenehm zu fahren, hauptsächlich geradeaus, kaum Verkehr, schöne Landschaft. Es war Australia Day und wir hörten Triple J’s Hottest 100.

Nachmittags, nach nur 2 Stunden Fahrt erreichten wir Port Fairy. Der kleine Ort gehört, meine ich, garnicht offiziell zur Great Ocean Road, aber wir beschlossen trotzdem hier anzufangen bzw. hier zu übernachten. Da wir den Tag zuvor ja keine Sanitäranlagen in dem Wald hatten, hatten wir dringend eine Dusche nötig und fanden einen Campingplatz, den Catalina Caravan Park, für nur 12 AUD pro Person pro Nacht. Man mag es kaum glauben, aber viele Plätze kosten 45-50 AUD pro Nacht für 1 Auto und ohne Strom. Dafür, dass man im Auto oder Zelt schläft ganz schön viel Geld oder?

Wir gönnten uns die langersehnte Dusche und Fish & Chips zum Abendessen.

Port Fairy

Port Fairy ist ein wirklich niedliches kleines Örtchen, aber wirklich viel zu sehen gibt es hier nicht, ausser des Griffith Island Reserves mit einem kleinen hübschen Leuchtturm, das wir uns am nächsten morgen ansahen.

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Port Fairy Lighthouse

Danach ging es dann endlich Richtung Great Ocean Road. Vorweg gesagt: wir hatten leider nur 2 Tage für die Strecke, was definitiv zu kurz ist! Klar kann man die Highlights auch alle an einem Tag sehen, aber viel schöner sind die weniger touristischen Spots und es gibt viele kürzere Walks entlang der Küste, sodass wir leider kaum Zeit für solche hatten.

Great Ocean Road Tag 1 – Port Fairy bis 12 Apostel

Da wir die Grampians zuerst besuchten, ging es die Great Ocean Road für uns „andersherum“ entlang, da die meisten normalerweise von Melbourne aus starten. Was gut war, denn so waren wir eine der wenigen, die in diese Richtung fuhren und hatten selten jemanden vor oder hinter uns. Nicht so diejenigen, die uns entgegen kamen. Die fuhren häufig in Kolonne.

Unser erster Stopp war Childers Cove am Äußersten Ende der Great Ocean Road und definitiv einen Halt wert! Es ist ein abgelegener, wenig besuchter Küstenteil mit hübschen Buchten und Stränden.

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Childers Cove

Danach folgten Bay of Islands, Bay of Martyrs, Worm Bay, The Grotto, London Bridge, The Arch, The Blowhole, Loch Ard Gorge, Tom and Eva Lookout und letztendlich die 12 Apostel. Ich will hier garnicht viel zu sagen, sondern euch lieber die Bilder zeigen. Seht selbst.

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Bay of Islands

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London Bridge

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The Arch

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Loch Ard Gorge

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12 Apostel

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12 Apostel

Als wir die 12 Apostel erreichten war es bereits später Nachmittag. Wir waren kaputt vom ganzen laufen in der Hitze und den vielen Eindrücken in so kurzer Zeit. Hätten wir nur mal mehr Zeit gehabt für all das! Wir beschlossen, uns einen Campingplatz in der Nähe zu suchen und zum Sonnenuntergang nochmal zu den 12 Aposteln zu kommen. Wir fanden mit dem Princetown Camping Reserve einen günstigen Platz (25 AUD für 3 Leute, 1 Auto, 1 Zelt ohne Strom), hatten knapp 2 Stunden Pause und machten uns um 20 Uhr wieder auf. Denn 20.40 Uhr sollte die Sonne untergehen.

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12 Apostel bei Sonnenuntergang

Great Ocean Road Tag 2 – 12 Apostel bis Melbourne

Im zweite Teil der Great Ocean Road durchquerten wir Otway Nationalpark und machten einen Abstecher zum Cape Otway mit dem Ziel den Leuchtturm zu sehen. Was wir allerdings nicht wussten, dass es knapp 20 AUD Eintritt kostet. Das war es uns am Ende dann doch nicht wert und wir machten nur einen kleinen Walk zum Lookout, von dem aus man einen eher mittelmäßigen Blick auf den Leuchtturm hat. Aber egal! Die Strecke war es trotzdem wert, denn erstens ist die Landschaft super schön und zweitens fährt man durch Eukalyptus-Wälder und wer wohnt da? KOALAS! Wir haben gleich mehrere wilde Koalas entdecken können!

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Koala Point

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Koala Point

Danach machten wir den Maits Rest Rainforest Walk, der eigentlich nur eine halbe Stunde braucht, aber bei uns fotoverrückten doppelt so lange gedauert hat. Es ist ein angelegter Weg vorbei durch grünes Dickicht, dicken Baumstämmen und Farnen. Wirklich schön!

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Maits Rest Rainforest Walk

Weiter ging es entlang der Küste. Diesmal sah man sie auch von der Strasse aus. Am ersten Tag war die Strasse etwas im Landesinneren und man hatte nur ab und zu mal direkte Sicht und musste von den einzelnen Parkplätzen ein paar Meter zur Küste oder zum Lookout laufen.

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Castle Cove Lookout

Entlang der Great Ocean Road befinden sich unzählige kleinere und größere Parkbuchten, von denen man eine gute Sicht auf Strände und Küste hat. Die hier nennenswertesten Punkte sind wohl Cape Patton, Mount Defiance Lookout, Teddy’s Lookout, Memorial Arch (sieht man beim Vorbeifahren sowieso) und Split Point Lighthouse. Die verschiedenen Wasserfälle auf dieser Strecke haben wir uns nicht angesehen, da unsere Zeit leider viel zu knapp war. Strände auch kaum, gerade mal am Shells Beach haben wir einen kurzen Stopp eingelegt.

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Shells Beach

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Cape Patton

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Teddy’s Lookout

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Split Point Lighthouse

Wissenswertes: Toiletten, Verpflegung und Alkoholkontrolle

Toiletten gibt es gerade mal bei den 12 Aposteln, wo es auch ein Kiosk gibt. Ansonsten liegen die anderen Spots eher in der Pampa, ohne Sanitäranlagen oder Kioske. Für solche muss man Stopps in den kleinen Ortschaften entlang des Weges einlegen oder eben in die Büsche gehen.

Bringt auf jeden Fall genug Wasser mit, Sonnencreme und Hut! Im Sommer wird es wirklich warm und die australische Sonne brennt kräftig trotz dass nur 25 Grad waren. Bei Anbruch der Dunkelheit und nachts wird es kalt (12-15 Grad Ende Januar), also unbedingt auch lange Klamotten dabei haben, vor allem wer zelten will.

Ich konnte es kaum glauben, aber in einer kleinen Ortschaft hatte die Polizei die Strasse gesperrt und hat jeden einzelnen Fahrer, egal aus welcher Richtung kommend pusten lassen. Also mein Rat: auf Bier und andere alkoholische Getränke verzichten.

Wie viel Zeit sollte ich einplanen? 

Die Great Ocean Road ist definitiv die Reise wert und ich würde von 1-tägigen Touren komplett abraten und eher mindestens 3 Tage aufbringen, um alles mehr geniessen zu können, auch mal baden gehen zu können und die vielen kleinen, hier garnicht genannten Strände und Buchten zu besuchen.

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