Tag 1 – Von Adelaide zu den Flinders Ranges

Nachdem innerhalb von 3 Tagen alles erledigt war, vom Autokauf über Campingausstattung und Vorräte besorgen, ist nun alles ist gepackt. Wir haben aus dem Hostel ausgecheckt und können los! 

Nach einem kurzen Stopp beim Supermarkt für Eiswürfel und Gemüse und dem ersten Knöllchen fürs Parken ohne Parkausweis (50 AUD – die sind doch bescheuert!) sind wir los nach Quorn. Unser erstes Ziel sind die Flinders Ranges, zu deutsch Flinderskette. Die höchste Gebirgskette in Südaustralien, die sich über 430km durchs Land zieht mit St. Mary’s Peak auf 1.171 Metern. Nicht alles, aber doch einzelne Teile sind zu Nationalparks erklärt worden und bieten viele Scenic Drives und Wanderungen durch Natur und Berge.

Raus ging es aus der Stadt, vorbei an einem pinken See – der wegen seines Salzgehaltes derart gefärbt ist – und einfach 2 Stunden lang geradeaus.

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Bumbungan Lake

Baroota Bush Camping Park

Auf dem Weg passierten wir den Baroota Bush Camping Park, mit dessen Eigentümer ich noch vor nicht allzulabger Zeit telefoniert hatte bezüglich Farmarbeit. Allerdings kam es letztendlich nicht dazu, weil ich sonst 3 Monate in der Pampa hätte leben müssen, ohne Auto und mit nur dem Eigentümer und einem Aborigine, die dort dauerhaft wohnen. Und dann immer wechselnden Campern. Das klang einerseits merkwürdig, andererseits sehr cool, weil der Eigentümer auch Pferde besitzt und trainiert und das auch meine Hauptaufgabe geworden wäre. Allerdings bin ich nie geritten und auch meine 5 Jahre Voltigier-Erfahrung ist mehr als 10 Jahre her! Nichts desto trotz war ich neugierig und wollte mir den Ort mal ansehen. Er klingt nach der perfekten Farmarbeit, wenn’s nicht ganz so einsam gewesen wäre. Das Grundstück liegt zwischen Meer, Strand und Bergen (den Southern Flindern Ranges).

Wir statteten Shane, dem Eigentümer also einen Besuch ab und trafen auch direkt auf ihn und eine Waliserin, wie die beiden gemeinsam ein junges Pferd trainierten. Es war spannend zu zusehen und der kleine gehorchte sehr gut. Wir erfuhren so einiges über die Arbeit mit Pferden und das Leben dort und ich weiß nicht so recht, ob ich mich freuen oder ärgern soll, dass ich nicht dorthin bin. Allerdings sind drei Monate eine lange Zeit, dass ich nichtmals sicher bin, dass ich das 3 Monate am Stück dort in der Einsamkeit ausgehalten hätte. Aber es war gut zu sehen und sollte ich irgendwann nochmal nach Australien kommen, werde ich das Baroota Bush Camp nochmal besuchen.

Unsere erste Nacht in der Wildnis

Nachdem unser Stopp deutlich länger gedauert hat, als erwartet, ging’s weiter nach Quorn, wo wir uns erkundigten, was es so zu sehen gibt. Weil es schon früher Abend war, haben wir einen Campingplatz für die Nacht gesucht.

Gecampt haben wir auf einer Parkfläche mitten im Nirgendwo. Aber immerhin gab es Toiletten, die aber echt ekelig waren.

Zum Abendessen haben wir uns ein super leckeres Curry gekocht und eines der 3 Zelte, die wir über Gumtree gefunden hatten, zum ersten Mal aufgebaut. Natürlich hatten wir nie beabsichtigt 3 mitzunehmen, aber manche haben ihre Camping Ausrüstung nur im Bündel an, sodass wir dadurch so viele haben. Das Zelt war groß, für 4 Leute und super Qualität. Kaum zu glauben, dass wir das Zelt, ein weiteres (noch größeres Zelt), zwei kleine Gasflaschen, Schaufel, Stühle, Gaskocher und Angeln dir nur 45 AUD bekamen.

Gegen 19 Uhr geht die Sonne unter und ohne Licht passt man sich der Natur doch sehr schnell an. Wir genossen den Abend auf der Picknickdecke liegend, die Sterne betrachtend. Die funkelten nämlich hell in der uns umgebenden Dunkelheit und Einsamkeit.

 

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