Bondi bubble – Mein neues zu Hause 

Nach einigem hin und her und Schwierigkeiten mit der Wohnungssuche, habe ich am Ende ein Zimmer gefunden. Soweit scheinbar ganz gut, aber irgendwie auch nicht. 

Seit etwa 2 Monaten wohne ich 10 Minuten Fußweg vom restaurant entfernt indem ich arbeite und nur wenige Meter von Hall Street, quasi Bondis Zentrum entfernt. Lage also 1a.

Mein Zimmer ist auch garnicht so winzig. Ich hab ein queensize Bett und angenehm Platz im Raum. Allerdings quasi keine Ausstattung abgesehen vom Bett, denn die hat der eigentliche Mieter – mein Mitbewohner – nämlich nicht gekauft. Nichts ungewöhnliches in Bondi. Hier ist alles sehr sporadisch, weil die meisten eh nur vorübergehend bleiben. Bett und Kleiderstange habe ich, plus einen Spiegel, denn ich zum guten Preis über Gumtree gefunden habe.

Mein Mitbewohner 

Mein Mitbewohner ist 34, Australier mit zentralamerikanischen Eltern aber in Australien an der Westküste aufgewachsen. Und naja was soll ich sagen.. ich lebe mit einem fremden Mann, wir teilen Küche und Bad. Soweit so gut, aber so Dinge wie Sauberkeit gehen mir echt auf den Keks. Angefangen mit dem Fakt, dass wir keinen Staubsauger hatten als ich eingezogen bin. Er meint Fegen würde ausreichen. Ja, das habe ich eine Woche ausprobiert und die Krise bekommen. Gott sei Dank gibts Kmart und Staubsauger für 50$AU. Wir haben jetzt also einen, aber das heißt leider nichts. Denn der gute Herr nutzt ihn einfach nicht. Er bleibt beim Besen und Handfeger. Ob er vielleicht noch nie einen benutzt hat?

Das Haus 

Das Haus ist alt und abgeranzt, was völlig normal ist in Bondi. Irgendeiner wird‘s schon mieten, egal in welchem Zustand. Und die Vorgeschichte zu meinem Haus ist, dass dort 6 Brasilianer in 2 Zimmern gewohnt haben und die Wohnung ausgesehen haben muss wie sonstwas. Total verwahrlost und wahrscheinlich voll mit Bettwanzen. Denn trotz dass quasi alles raus ist, abgesehen von der Küche und dem Badezimmer haben wir Bettwanzen Nymphen, die in den Küchenschränken, im Spiegelschrank im Bad, an der Wohnungsdecke und so weiter leben. Das erstaunliche ist, dass sie noch nicht in den Betten sind und wir nicht die üblichen Bisse haben. Scheinbar hatte mein Mitbewohner auch keine Ahnung. Aber ich, mit sowieso guten Augen und mehrfachen Bettwanzenbegegnugen, habe die Wohnung schon unter die Lupe genommen und sehe es natürlich dann schon krabbeln. Das erschreckende ist, dass die Biester da sind, aber unbemerkt und ich frage mich in wievielen Häusern das der Fall sein muss und die Leute haben keine Ahnung! Und ich frage mich wie lange es dauert, bis es tatsächlich zum Problem wird und die Biester braun und ausgewachsen sind.

Das Ende vom Lied ist, dass ich, egal was ich anfasse in der Küche, alles erstmal unter die Lupe nehme und die Nymphen mittlerweile mit dem bloßen Finger zerquetsche. Das ist zum Glück super easy. Ich setze mich nicht mehr an den Küchentisch seit ich dort zwei Bisse bekommen hatte. Und die Bisse sehen eben nicht aus wie die von ausgewachsenen Bettwanzen. Sind kleiner, weniger juckend, aber vllt auch weil ich sie unterbrochen habe beim beißen.

Quasi ist mein Zimmer und mein Bett mein einziger „sicherer“ Ort. Aber selbst das ist relativ, denn sicher ist genaugenommen garnichts in diesem Haus. Meine einzige Möglichkeit ist, alles auf 60 oder 90 Grad zu waschen, regelmäßig staubzusaugen und alles was nicht gewaschen werden kann, einzufrieren. Alles was ich nicht mehr brauche, wie Winterklamotten habe ich in Vaccum- Plastiktüten verstaut, wo nichts rein und rauskommt.

Es macht mich wahnsinnig und ich überlege jede Woche, ob ich nicht ausziehen sollte, aber irgendwie habe ich auch wiederum keine Lust auf den Stress und wenn ich ins Hostel ziehe, muss ich jede Wäsche einzeln bezahlen und mein Zimmer mit mind. 3 Leuten teilen.

Deshalb wird’s wohl erstmal so bleiben und ich weiterhin hier wohnen, zum Yoga gehen und Vollzeit arbeiten.

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