Yangon – First Impressions

Vor etwa 8 Stunden bin ich in Yangon, Myanmar gelandet. Nach nur einer sehr schnell vergangenen Stunde Flug von Bangkok hierher, verließ ich das Flugzeug. Ich war nur eine von einer Handvoll Touristen. 

Am Flughafen kaufte ich mir vorsichtshalber direkt eine Simkarte und 1 GB 3G-Internet (11.500 Kyat = ca. 8,30€), sodass ich jetzt jederzeit online und erreichbar bin, aber vor allem, um mich besser orientieren und kommunizieren zu können. Denn beides wird hier vermutlich deutlich schwieriger, wie ich schon bei der Taxifahrt feststellen durfte.

Eigentlich wollte ich ja den Bus nehmen, der unweit des Flughafens abfahren sollte. Das erste Taxi-Angebot, dass mir gemacht wurde lag bei 15 USD = 14€. Für eine Stunde Fahrt eigentlich für unsere Verhältnisse billig aber zu teuer für hier. Ich hatte gelesen, es sollte max. 4000 Kyat = 2,90€ kosten, wenn man aus dem Flughafen rausläuft und dort eines nimmt. Da ich sowieso den Bus nehmen wollte, lief ich also einfach raus unter vielen Rufen und Angeboten sämtlicher Taxifahrer. Ich erhielt verschiedenste Angebote und willigte am Ende bei 6000 Kyat = 4,35€ ein. Und das war eine gute Entscheidung, schätze ich. Denn die Busse, die ich kurz später zu sehen bekam, waren alt und voll und haben garnicht wirklich angehalten, sondern die Leute steigen im Fahren zu. Das wäre mit meinen knapp 18 kg spannend geworden!

Myanmar ist so anders als Thailand! 

  • Myanmar ist deutlich ärmer
  • Männer tragen hier Röcke bzw. um die Hüfte geknotete lange Tücher
  • Viele Frauen haben meist Tanaka – eine Paste aus Baumrinde – auf den Wagen als natürlichen Sonnenschutz und aus Tradition
  • Der Straßenverkehr ist Rechtsverkehr, aber viele Autos sind für Linksverkehr hergestellt, also mit dem Fahrer auf der rechten Seite
  • Burmesen sind aggressivere Autofahrer als die Thais, die meist sehr gelassen sind. Hier wird ständig gehupt und der Verkehr ist Chaos
  • Wer dachte, Straßen überqueren ist schwierig in Thailand.. Gar kein Vergleich zu Yangon. Hier muss man tatsächlich aufpassen, dass man nicht platt gefahren wird, denn hier bremst keiner für Fußgänger!
  • Viele haben katastrophale Zähne, weil es hier üblich ist Cheerots – Tabak und Betelnüsse eingewickelt in Bananenblättern – zu kauen
  • Keine Ahnung wie ich mich hier orientieren soll. Ich habe kaum Straßennamen, geschweige denn Hausnummern gesehen. Mein Taxifahrer hat – als wir laut Adresse auf der richtigen Straße waren – meine Unterkunft auch nur durch rumfragen gefunden
  • Ich fühle mich unglaublich sicher hier. Einige Menschen gucken mich zwar neugierig an, viele lächeln und die Mehrheit nimmt einen garnicht wahr. Keiner versucht mir Souvenirs o.ä. zu verkaufen. Auch als ich am frühen Abend bei Dunkelheit (gegen 18 Uhr wird es dunkel) alleine über die sehr belebten Straßen lief, hätte ich nicht das Gefühl, Angst haben zu müssen
  • Die Zeitverschiebung hier ist merkwürdig! Wenn in Deutschland 15 Uhr ist, dann ist es hier 20.30 Uhr – 5,5 Stunden Zeitverschiebung

Ich bin sehr gespannt auf die kommenden Wochen und auf den Rest Myanmars! Meine Unterkunft liegt im Viertel Chinatown, deshalb mögen meine ersten Eindrücke vielleicht nicht auf ganz Yangon zu treffen. Deswegen wird es umso spannender morgen noch mehr von Yangon zu erkunden.

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