Ich in der Gastro und Gedanken über Zukunft

Seit kurzem bin ich wieder ein Jahr älter und der Abstand zur 30 wird immer immer kleiner 🙈 Mehrfach wurde ich gefragt, was ich eigentlich machen will. Ich habe immer noch keine Antwort auf die Frage. 

Wie ich zur Gastronomie kam

Verrückt! Ich bin 28 und alles was ich mache, ist Getränke servieren und Kellnern. Hätte mir das jemand vor 5 Jahren vorausgesagt, hätte ich denjenigen ausgelacht :D Damals war ich noch in der Ausbildung zur Immobilienkauffrau und dachte eigentlich, dass mir Gastronomie keinen Spaß macht. Zumindest von den paar Versuchen auf Sektempfängen und Geburtstagen und ähnlichem war’s meine Erkenntnis. Nach fast 5 Jahren Ausbildung und Arbeit im öffentlichen Dienst aber war mir langweilig und als ich auf dem Heimweg an einem Schild „Mitarbeiter gesucht“ eines kleinen Cafés/Bar vorbei lief, entschied ich, dem ganzen eine neue Chance zu geben. Ich ging rein, fragte nach und zack hatte ich meinen ersten Arbeitstag am kommenden Samstag.

Das erste Kellnern 

Der Abend – es war eine geschlossene Gesellschaft, die einen 30. Geburtstag feierte – machte mir so viel Spaß, dass ich von da an so viel dort arbeitete, wie möglich und mehr als eigentlich gut für mich war, denn ich hatte ja immer noch meine 40 Stunden Bürowoche. Übrigens tränkte ich einen der Gäste auch direkt in Bier, aber er hat es zum Glück nicht so schlimm aufgefasst.

Tja und so fing das an mit mir in der Gastro, obwohl ich als absolut introvertierte Person eigentlich nicht dafür geboren bin. Aber irgendwie war es das naheliegendste hier in Sydney das gleiche zu machen. Und ich bereue es keinen Falls! Auch wenn Beine und Füße abends manchmal schmerzen. Aber nach einem schwierigen Start, habe ich jetzt coole Jobs und arbeite in einer der tollsten Locations Sydney. Und der Witz an der ganze Sache ist, dass ich selbst mit 28,5 Stunden Arbeit pro Woche  mehr verdiene als im öffentlichen Dienst zu Hause in Deutschland!

Zukunft

Ein Jahr älter und immer noch keinen Plan ✌🏼️ aber ich war lange nicht mehr so glücklich, wie in dem Jahr, das ich von zu Hause fort bin (heute 373 Tage).

2 Gedanken zu “Ich in der Gastro und Gedanken über Zukunft

  1. Carsten schreibt:

    … und das ist das Wichtigste. Du lebst deinen Traum. Lasse dich nicht in irgendwelche Schubladen stecken. Du hast ein Problem damit, dass Du bald 30 wirst???😩 Glaube mir, diese Zeit, die Du gerade erlebst, wird die Wertvollste deines Lebens sein. Genieße es. Du bist ein toller Typ. Freue mich darauf, dich in DUS wieder begrüßen zu können. Fühle dich gedrückt, Gruß Carsten

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  2. charakterkopfkino schreibt:

    Dabei ist doch der Weg das Ziel. Irgendwann siehst du dich an einem Ort und stellst plötzlich fest ‚Hoppla – hier gehöre ich irgendwie hin, hier fühl ich wer ich bin‘ – und das kann doch ruhig die Gastro sein. Ich selbst war lange neben dem Studium in der Gastro, bis eben die Schwangerschaft ‚dazwischen‘ kam. Und jetzt? Abschluss gerade in der Tasche, keinen einzigen Tag wirklich als Festangestellte gearbeitet und dafür aber die Welt gesehen und ein Mädchen im Bauch. Genau da, wo ich hingehöre. Also pah – 30 ist das neue 20 und die Gastro kann unendlich viel Spaß machen!

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